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Yoga geht unter die Haut 

 

und macht die Faszien elastisch. Denn direkt unter der Haut befindet sich unser faziales Bindegewebe, das sich tief in die Zellen zieht. Bei den Faszien handelt es sich um ein System von Zuglinien, das unsere Muskeln, Sehnen, Organe und unser Gehirn umhüllt. Die im Zugliniennetzwerk vorherrschende Spannung, die sogenannte Tensigrität ist sehr bedeutsam; denn Faszien stabilisieren den Körper und sind aktiv an unseren Bewegungen beteiligt.

Der Zauber des Aschenputtel - Gewebes

 fasziniert die Forschung. Wissenschaftler benutzen gerne das Bild einer aufgeschnittenen Pampelmuse, um nachvollziehbar zu machen, wie die Fasern des weißen Gewebes das Fruchtfleisch stützen. Heute gehen wir davon aus, dass unsere Faszien - lange Zeit als "Aschenputtelgewebe" wenig beachtet – wichtige Aufgaben übernehmen. Dazu gehört z. B. die Produktion von Substanzen, die die Gleitfähigkeit des Gewebes steuern, z. B. die Schmiermittel Collagen und Hyaluronsäure. Bewegungs,– oder Flüssigkeitsmangel hingegen können zu Gewebewucherungen oder sogar eingeklemmten Nerven führen. Denn Faszien sind ein großer Wasserspeicher. Bei zu wenig Flüssigkeit wird das Gewebe rau, ähnlich einem in der Sonne getrocknetem Frotteehandtuch. Es verklebt oder verhärtet, die Gleitfähigkeit und mitunter die Beweglichkeit sind eingeschränkt. Und da alles mit allem verbunden ist, kann eine zu starke Zugspannung, z. B. im Rücken zu Schmerzen führen.


Yoga geht immer

Wie kann also die Gleitfähigkeit dieses Super-Organs verbessert werden? Wie immer gibt es viele Wege, die nach Rom führen: Bewegung, Massage, Akkupunktur, Entspannung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Außerdem sind Dehnungen, aber auch die Arbeit mit Druck und Zug, wie im Yoga üblich, einfach unschlagbar, denn hierbei wird das System in besonderer Weise angesprochen und zur Regeneration angeregt. Wir tun also, wenn wir Yoga üben, etwas Gutes für unsere Gesundheit. Schmerzforscher gehen übrigens davon aus, dass Heilung in den Faszien beginnen kann. Die Arbeit am faszialen System kann dazu führen, dass vermehrt Botenstoffe ausgeschüttet werden, die sogar schmerzlindernde Wirkung haben.
Aber auch für die verlustfreie Kraftübertragung von den Muskeln zu den Knochen benötigen wir elastische und gesunde Faszien. Ist unser System geschädigt, spüren wir das u. a. durch vermehrte Anstrengung, Bewegungseinschränkungen und Verspannungen. Yoga kann uns unterstützen, ein perfekt arbeitendes Zugspannungsnetzwerk auszubilden und das fasziale System elastischer, funktionstüchtiger und uns gesünder zu machen.

Die Infos aus diesem Artikel habe ich aus einer Arte- Dokumentation " Faszien – die geheime Welt unter der Haut" (über you tube abrufbar)